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Anmotoren

Anmototen 2026



Bootstour durch Friesland und über das IJsselmeer



17.04.2026 – 20.04.2026



Teilnehmer der Tour waren Alfred, Jan, Wilke, Arthur, Eike, Werner, Marcus, Hardy und Oliver.



Vom 17.04.2026 bis zum 20.04.2026 unternahmen wir eine gemeinsame Bootstour durch Friesland und über das IJsselmeer. Gestartet sind wir in Workum, auch Warkum genannt. Mit insgesamt neun Booten ging es zunächst über das IJsselmeer nach Stavoren. Schon die erste Etappe bot beeindruckende Ausblicke auf das offene Wasser und die typisch friesische Küstenlandschaft. Besonders die gemeinsame Fahrt im Verband machte die Überfahrt zu einem besonderen Erlebnis.



In Stavoren blieb es direkt nicht nur bei einer gemütlichen Pause: Alfred zerlegte kurzerhand noch einen Motor und baute ihn anschließend selbstverständlich auch wieder zusammen. Hintergrund war Olivers Vermutung, dass der Motor irgendwo Abgase absonderte. Nach einer spontanen „Feldinspektion“ und etwas Schrauberarbeit konnte die Fahrt aber problemlos fortgesetzt werden – ein weiterer typischer Moment, wie er wohl nur auf solchen Touren entsteht.



Von Stavoren aus führte die Reise weiter nach Lemmer. Dort legten wir einen kleinen Aufenthalt zum Mittagessen ein. Im Hafen herrschte reges Treiben, während zahlreiche Boote ein- und ausliefen. Besonders die leckeren Kibbelinge sorgten für die perfekte Stärkung während der Tour und gehörten definitiv zu den kulinarischen Highlights des Tages.



Am Nachmittag setzten wir die Fahrt fort und steuerten weiter in Richtung Grou zum Hafen Hellinghaven. Die Strecke führte durch die wunderschönen friesischen Wasserwege mit ihren Kanälen, Seen und kleinen Ortschaften. Zwischen Lemmer und Grou gelangen Hardy zudem beeindruckende Drohnenaufnahmen der gesamten Bootsflotte. Das absolute Fotohighlight entstand dabei bei Terherne auf dem Sneekermeer: eine Aufnahme von oben, auf der alle neun Boote sauber in Reih und Glied auf dem Wasser zu sehen waren. Dieses Bild hielt die besondere Stimmung und den Zusammenhalt der gesamten Gruppe perfekt fest.



Unterwegs zeigte sich Friesland von seiner besten Seite: ruhiges Wasser, viele Segelboote und eine besondere Gelassenheit, die die gesamte Reise prägte. Besonders positiv fiel außerdem auf, dass die Sanitäranlagen in den niederländischen Häfen überall sauber, modern und sehr gut ausgestattet waren.



Technische Highlights der Tour waren unter anderem die mitgebrachte Heißluftfritteuse, ein Eiswürfelzubereiter sowie Arthurs Wasserpfeife, die an den Abenden immer wieder für Gesprächsstoff und gemütliche Stimmung sorgten.



Am Abend ließen wir den Tag in Grou bei einem gemeinsamen Abendessen im „Het Theehuis“ gemütlich ausklingen. In geselliger Runde wurden die Erlebnisse des Tages besprochen und die besondere Atmosphäre direkt am Wasser genossen. Für einen kleinen zusätzlichen „Bootsfahrer-Moment“ sorgte Marcus, der in Grou noch seine Brille im Wasser versenkte.



An den übrigen Abenden wurde gemeinsam gegrillt, wodurch die Tour zusätzlich von einer besonders kameradschaftlichen und entspannten Stimmung geprägt war.



Die letzte Übernachtung verbrachten wir schließlich in Bolsward. Die historische Stadt mit ihren Grachten und der typisch niederländischen Architektur bot einen gelungenen Abschluss der Reise. Dort wurde außerdem noch schnell ein Wartungskit für eine Standheizung eingebaut – ganz nach dem Motto: Nach der Tour ist vor der nächsten Tour.



Arthur und Hardy mussten ihre Boote aus zeitlichen Gründen bereits in Bolsward ausslippen. Besonders knapp wurde es dabei bei Arthur: Er erreichte die Slippanlage praktisch mit dem letzten Liter Kraftstoff.



Auf dem Rückweg von Bolsward nach Warkum blieb es ebenfalls nicht ganz ohne Technik-Einsatz: Kurzzeitig machte der Thermostat eines Außenborders Probleme. Mit ein paar gezielten Hammerschlägen ließ sich das Problem jedoch pragmatisch lösen, sodass die Fahrt ohne größere Verzögerung fortgesetzt werden konnte.



Kurz vor der Ankunft in Warkum wartete außerdem noch die letzte Schleuse der Tour, für deren Passage sieben Euro bezahlt werden mussten. Der Schleusenwärter zeigte sich dabei besonders freundlich und machte sogar Fotos von allen Booten gemeinsam in der Schleuse. So entstand noch einmal eine schöne Erinnerung an die gesamte Flotte und den gelungenen Abschluss der Reise.



Auch organisatorisch zeigte sich die Tour angenehm unkompliziert: Die Miete für das Unterstellen eines Trailers in Warkum kostete lediglich 1,50 € pro Tag. Für das Slippen des Bootes – sowohl beim Einsetzen als auch beim Herausholen – wurden jeweils 18,50 € berechnet.



Am Ende blieb eine rundum gelungene Tour mit vielen schönen Eindrücken, guter Stimmung, gemeinschaftlichen Abenden und einigen typischen „Bootsfahrer-Momenten“, die eine solche Reise erst richtig unvergesslich machen.



Ahoi!